Fischpräparation der  
2000 km Welt-Rekord-Meerforelle von Anja Kempf

 

Dr. Gunter Diefenbach

Internationale
Forschung
zur Biologie
der Meerforelle
im Rhein
und seinen
Seitenflüssen

 

 

Methodik
Laichreife autochthone Meer- und Bachforellen wurden gefangen und untersucht. Anhand von Schuppenprobenanalysen wurde das Alter der Elternfische bestimmt und das Schuppenbild von Bach- und Meerforellen verglichen. Strontiumgehalts-Messungen der Fischschuppen als Indikator des Meeresaufenthaltes wurden erhoben. Genetische Untersuchungen, durchgeführt vom Genetischen Institut der Universität Heidelberg, ergänzen die Untersuchungen. Die laichreifen Tiere wurden gestreift und bei einem Fischzüchter aufgezogen, jeweils Bach- und Meerforellen getrennt. Die beiden Populationsgruppen wurden im Herbst 1997 bzw. Frühjahr 1998 markiert, in der Nette ausgesetzt und deren Lebensweg verfolgt.
Bisherige Ergebnisse
Die genetischen Untersuchungen der Universität Heidelberg zeigten, daß die Meerforellen entlang des gesamten Rheins und seiner Seitenflüsse genetisch einheitlich sind. Bei Bachforellen können die Unterschiede selbst innerhalb eines Bachsystems deutlich größer sein. Bachforellen haben im Gegensatz zu Meerforellen ein konstantes Jahreswachstum im Schuppenbild. Bei Meerforellen ist meist nach dem 1. oder 2. Winterband ein Wachstumsschub erkennbar. Die Strontiumgehalte der Schuppen streuen.

 

Anhand dieser Messungen ist der Nachweis für einen konkreten Meeresaufenthalt der Forellen bislang nicht durchführbar. Erfolgreicher ist die Methode der Markierung. Es wurde nachgewiesen, daß eine in der Nette markierte Bachforelle die Rheinseite in den Saynbach gewechselt hatte und später wieder in der Nette entdeckt wurde.

Zwei in den Niederlanden markierte Meerforellen wurden in der Nette und in der Mosel entdeckt. Ein anderer in der Mosel markierter Fisch wurde in den Niederlanden gefangen.

Weltrekord für Meerforellen!
Am 18. Juli 1997 wurde im Sunndalsfjord bei Kristiansund (Mittelnorwegen) eine Meerforelle gefangen, die am 1. Juli 1996 in der Mosel markiert und im Oberwasser der Staustufe Koblenz ausgesetzt wurde. Dies ist der erste direkte Nachweis für einen Meeresaufenthalt der Meerforellen des Rheins und für eine lange Wanderung im Atlantik. Dieser 5+-jährige Fisch legte innerhalb des einen Jahres ca. 2000 km zurück. Dies ist die bislang längste Strecke, die nachweislich je von einer Meerforelle zurückgelegt wurde! Der bisherige Rekord betrug ca. 800 km."

 


Das fertige Fisch Präparat von Anja Kempf




Auszug aus
'Der Fliegenfischer'

Ausgabe
Juni/Juli 2000

"Großes Gewinnspiel"

 

 

Vor einigen Jahren wurde unter der Federführung der RWE-Energie an der Mosel ein Projekt zur Erforschung der Wandersalmoniden gestartet. In dessen Rahmen wurden in der Moselstaustufe Koblenz aufsteigewillige Großsalmoniden eingefangen, markiert und im Oberwasser der Staustufe wieder ausgesetzt. Am 1.7.1996 war der 216. Fisch an der Reihe, eine schöne Meerforelle.
Über das Schicksal dieses Fischs war nichts weiter bekannt, bis am 30.7.1997 aus Norwegen die Meldung kam: Fisch Nr. 216 wurde bei Karvag am Sundalsfjord gefangen. Projektleiter Dr. G. Diefenbach. Mitglied der L.M.S. eV. fuhr sofort nach Norwegen, rettete den kostbaren Fisch vor der Räucherei und brachte ihn nach Deutschland zurück: die erste Meerforelle, die nachweislich nicht nur Moselauf, sondern auch wieder Mosel- und Rheinab in der Nordsee gelangt war!
Mit seiner ca. 2.000 km langen Reise hatte dieser Fisch also eindrucksvoll bewiesen, wie sehr Wandersalmoniden des internationalen Schutzes bedürfen. Sie kennen nun 'mal keine Grenzen!
Bitte helfen Sie mit. Fische wie diesen vor den Netzen der Berufsfischer zu retten. Das geht so: Schätzen Sie das Gewicht, das diese Meerforelle bei ihrem Rückfang in

 

Norwegen auf die Waage brachte und senden Sie Ihre Schätzung zusammen mit dem Einsatz von DM 10 an die Geschäftsstelle der Lachs- und Meerforellen-Sozietät eV, Würzbacher Str. 35, 75389 Neuweiler, Tel. 07055-2237.
Denn: Wessen Schätzung dem von Dr. Diefenbach in Norwegen ermittelten Meerforellen-Gewicht am nächsten kommt, der bekommt die von der Firma Orvis gespendete, 7-teilige Trident-Reiserute im Wert von DM 1.350. Bei gleichlautenden Schätzungen muß natürlich das Los entscheiden.
Der Clou bei diesem Gewinnspiel ist jedoch: Sie können mehrere Schätzungen abgeben - z.B. bei einem Einsatz von DM 100 zehn Schätzungen, von DM 200 zwanzig Schätzungen, usf.
Schicken Sie also ruhig etliche Schätzungen ins Rennen. Denn der Erlös aus diesen Schätz-Einsätzen geht vollständig an den North Atlantic Salmon Fund. Der organisiert bekanntlich seit vielen Jahren den Aufkauf der kommerziellen Netzfangquoten und hat so schon viele Tausende von Wandersalmoniden vor dem Tod auf hoher See gerettet.

LMS eV, Hartmut Kloss"

 

Kempf Präparationstechnik ist stolz darauf, daß dieser Fisch von uns präpariert wurde!

 

 Zum übersichtlichen
Text - Inhalts - Verzeichnis,
klick hier.
             

Sollten Sie keine Navigationsleiste auf der linken Seite haben,
dann klicken Sie bitte hier.

 

KEMPF Präparationstechnik Int.
Anja Kempf, Fischpräparation
27572 Bremerhaven
0471 - 77382